Taekwon-do ITF | St. Pölten
Taekwon-Do

Taekwon-Do ist die koreanische Kunst der Selbstverteidigung. Jede Silbe in dem Wort Taekwon-Do hat seine Bedeutung
- Tae – Fuß - steht für alle Fußtechniken; treten, stoßen
- Kwon - Faust - steht für alle Handtechniken; schlagen,blocken
- Do - Weg - steht für den geistigen Weg, der Reifezyklus vom Anfänger bis zum Meister

Grundsätze des Taekwon-Do
- Höflichkeit
- Integrität
- Ausdauer
- Selbstbeherrschung
- Unbezwinglicher Mut (Geist)

Taekwon-Do Schwur
- Ich soll die Grundsätze des Taekwon-do befolgen
- Ich soll den Trainer und Ältere respektieren
- Ich darf Taekwon-Do niemals falsch anwenden
- Ich soll ein Meister für Freiheit und Gerechtigkeit sein
- Ich soll dazu beitragen eine bessere und friedlichere Welt aufzubauen

Die Kampfsportart Taekwon-Do gliedert sich in einzelne Disziplinen. Jeder dieser nachstehend angeführten Disziplinen ist ein bedeutender und nicht zu vernachlässigender Bestandteil dieser Kampfkunst. Man ist erst dann ein guter Taekwon-Do Sportler, wenn die Kenntnisse und Fähigkeiten in allen dieser Disziplinen
erlangt wurden.
Die Kampfsportart Taekwon-Do umfasst 5 Hautpdisziplinen:
Bewegungsformen (TUL)
Kampf (matsogi)
Selbstverteidigung (hosinsul)
Spezial Bruchtest (t-ki)
Power Bruchtest (kyo-pa)

Bewergungsformen
Eine tul ist die Aneinanderreihung von einzelnen Taekwon-Do Techniken, die in ihrer Anzahl, Benennung und ihrem Ablaufdiagramm einen geschichtlichen und kulturellen Hintergrund hat. Durch das Erlernen der Bewegungsformen wird es erst möglich, Taekwon-Do Techniken wirkungsvoll und effektiv in der Praxis einzusetzen. General Choi hat sich entschlossen insgesamt 24 Tul zu kreieren. Die Basis für die Zahl bilden die 24 Stunden pro Tag eines jeden Menschen.

Kampf
Der Kampf, das so genannte „Sparring“ ist ein wesentlicher Bestandteil des Taekwon- Do. Taekwon-Do ist in erster Linie eine Kampfsportart, die sich in Selbstverteidigung übt – nicht zu verwechseln mit reinen Selbstverteidigungsarten, wie Jiu-Jitsu oder Kung-Fu. Das Sparring wird im Taekwon-Do matsogi genannt.

MATSOGI
Matsogi wird im Wettkampf nach dem Leichtkontakt System ausgeübt. Diese Form verbietet k.o Schläge und bewertet ausschließlich nach dem Treffer/Punkte-System.
Matsogi dient nicht nur dem Kampf selbst, es soll den Schüler auch in den nachstehenden Kategorien weiterbilden:
- Korrektes Ausführen der Techniken
- richtige Taktik
- Guter konditioneller Zustand
- Erlernen des Distanzgefühls
- Mentale Kampfbereitschaft

Selbstverteidigung
Taekwon-Do ist eine koreanische Selbstverteidigung. Daher wird dieser Disziplin ebenfalls große Bedeutung zugeschrieben. In der heutigen Zeit ist es besonders für Kinder und Frauen immer wichtiger geworden sich selbstständig in Notsituationen verteidigen zu können. Durch das Erlernen der koreanischen Art der Selbstverteidigung wird nicht nur ein großer Schritt in Richtung Taekwondo-Meister sondern auch in der eigenen Sicherheit gesetzt.

Spezial Bruchtest
Der Spezialbruchtest zeigt die Körperbeherrschung des Taekwon-Do Sportlers, da er ein bis mehrer Ziele im Sprung mittels schwierige Techniken treffen muss. Die Schwierigkeit besteht in erster Linie in der schwer zu überbrückenden Distanz bis das Bruchtestmaterials überhaupt erreicht werden kann.

Power Bruchtest
Der Power-Bruchtest soll das richtige Ausführen der Schlagtechnik demonstrieren. Beim Power-Bruchtest wird versucht, mittels der erlernten Schlagtechniken, besonders dickes Bruchtestmaterial zu zerbrechen. Power Bruchtest ist ebenfalls eine Disziplin bei Europa- und Weltmeisterschaften und wird gerne bei Vorführungen präsentiert.

Der Ursprung der Kampfsportarten liegt im alten Indien, ungefähr 2500 Jahre zurück. Von dort gelangen sie nach China und wurde unter dem Namen Kung-Fu bekannt. Zu Beginn unseres Jahrhunderts entwickelten sich moderne Kampfsportarten wie Karate, Judo,...

1930: begann ein schwächliches Kind Namens „Choi Hong Hi“ (15 Jahre alt) die Grundlagen des koreanischen Taekyons (koreanische Kampfkunst) von seinem Kalligraphielehrer Han Il Dong zu erlernen

1938: verließ Choi Korea um in Japan zu studieren. Dort erlernte er unter dem Begründer „Funakoshi“ Shotokan Karate und erreichte den 2.DAN. Später sagte er: “Da ich Karate gut konnte, war es leicht etwas Besseres zu erfinden”

1945: trat Choi der koreanischen Armee bei und unterrichtete die Soldaten in Karate. Zu diesem Zeitpunkt war ihm klar, dass es für das Nationalgefühl Koreas wichtig wäre eine eigene Kampfsportart zu haben (geistig und körperlich dem Karate überlegen). Choi entwickelte die Kampfsportart mit den Jahren weiter

1954: war die neue Kampfsportart ausgearbeitet

11.04.1955: General Choi gibt der Kampfsportart den Namen Taekwon-Do

22.03.1966: wurde die „Internationale-Taekwondo-Federation“ (ITF) gegründet. Seitdem wird Taekwon-do in über 150 Ländern von Jung und Alt ausgeübt